Die Notwendigkeit eines strukturellen Wandels im Mobilitätssektor, bedingt durch steigende Anforderungen an Klimaschutz, Flächeneffizienz und städtische Lebensqualität, bringt neue Herausforderungen für öffentliche Verkehrssysteme mit sich und erfordert innovative Lösungen zur Steigerung deren Attraktivität und Effizienz. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Integration multimodaler Angebote, die den klassischen ÖPNV sinnvoll ergänzen und Mobilitätsketten flexibler gestalten. Die explizite Berücksichtigung des Fahrgastwahlverhaltens bietet dabei ein großes Potenzial: Sie ermöglicht realitätsnahe Nachfrageprognosen und unterstützt Planer*innen dabei, wirkungsvolle Optimierungsentscheidungen zu treffen. Methoden des Operations Research, der Choice-Modellierung und der Data Science helfen, zentrale Bausteine des Verkehrsnetzes wie Netzwerk- und Linienplanung, Integration von On-Demand-Angeboten, Struktur der Tarifmodelle, Reisezeiten oder Komfort zu analysieren und deren Zusammenhänge quantitativ zu beschreiben.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, datengetriebene Werkzeuge und Modellierungsansätze zu entwickeln, die Entscheidungen im ÖPNV fundierter und zugleich nutzerorientierter machen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern ermöglichen, Effizienz, Fairness und Servicequalität systematisch zu verbessern. Darüber hinaus trägt das Projekt dazu bei, neue Tarifkonzepte und zukunftsfähige Mobilitätsstrategien zu gestalten, die öffentliche Verkehrssysteme langfristig resilienter und nachhaltiger machen.
