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BayWISS-Kolleg Mobilität & Verkehr www.baywiss.de

Projekte im Kolleg Mobilität und Verkehr

© chuttersnap / unsplash.com

Beanspruchungsreduktion und Komfortgewinn durch Assistenz und Automation

Die Automatisierung von Fahrzeugen nimmt ständig zu. Sicherheitszuwachs, verringerte Emissionen, optimierter Verkehrsfluss und höherer Komfort sprechen für die Umsetzung dieser neuen Technik. (Bengler et al., 2012; Hipp, Bengler, Kressel, & Feit, 2018; Scherer, Schubert, Dettmann, Hartwich, & Bullinger, 2016). Automation und Fahrerassistenzsysteme werden oftmals mit den Begriffen Komfortgewinn, Beanspruchungsreduktion, Zeitgewinnung und insbesondere Sicherheit verbunden. Im Gegensatz dazu werden aber auch Aspekte wie Kundenakzeptanz, Gebrauchssicherheit durch Über- oder Untervertrauen, Mode of Confusion, Motion Sickness genannte. Um den erhofften Nutzen der Assistenzsysteme zu erhalten, müssen die Technologien vom „Insassen“ akzeptiert werden (Guenes, Hottelart, & Reilhac, 2018; Rosenzwei & Bartl, 2015). Angst, Stresserleben und erhöhte Beanspruchung sowie Motion Sickness können die Akzeptanz negativ beeinflussen (Diels, Bos, Hottelart, & Reilhac, 2016). Folgend daraus ist eine Untersuchung notwendig, wie ein Fahrerassistenzsystem agieren muss, ohne genannte negative Aspekte zu verursachen (König, 2015). Die Beanspruchung soll reduziert und eine Erhöhung des Komforts sollte erlebt werden.

Nicht nur das Fahrzeug, sondern auch Fahrende und Umweltaspekte sind bei der Untersuchung von Fahrerassistenzsystemen zu beachten (König, 2015). In Fahrversuchen sollen Beanspruchung und Komforterleben bei der Fahrt mit Fahrerassistenzsystemen (beispielsweise dem Spurhalteassistenten und/oder ACC) untersucht werden. Um die Beanspruchung subjektiv als auch objektiv zu erfassen, können Fragebögen als auch physiologische Messmittel Verwendung finden. Die Erhebung von physiologischen Parametern wie beispielsweise EKG, EDA und EMG kann helfen, die Beanspruchung des Menschen im Fahrzeug objektiv darzustellen. Ebenso ist es möglich, mit Eye-Tracking mentale Beanspruchung zu erfassen (Sprenger, 2008). Die Erhebung von Fahrzeugdaten, unter anderem Lenkmoment, Quer- und Längsbeschleunigung oder Bremstätigkeit hilft, die Interaktion von Mensch und Maschine vollständig darstellen zu können und einen Einblick zu erhalten, inwiefern bestimmte Fahreigenschaften auf den Fahrenden wirken. Daraus soll abgeleitet werden, inwiefern physische und mentale Beanspruchung in Kombination mit Fahrerassistenzsystemen vorliegen, beziehungsweise wie diese aufeinander wirken. Im Vordergrund steht dabei die Erfassung mittels Fragebögen und Interview, um Informationen über Erlebnisse mit Fahrerassistenzsystemen sowie Automation zu erlangen. In verschiedenen Studien sollen deshalb Personen bei bzw. vor und nach der Fahrt in verschiedenen Testfahrzeugen befragt werden um die User Experience beschreiben zu können sowie die Akzeptanz der Systeme zu erfassen.

MITGLIED IM KOLLEG

seit

Betreuer Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten:

Prof. Bernhard Schick

Forschungsprofessor für Fahrdynamik & automatisiertes Fahren,
Hochschule Kempten

Forschungsschwerpunkte:

  • Fahrzeugdynamik
  • Fahrerassistenz
  • automatisches Fahren 

Mehr erfahren Sie auf der Seite des Lehrstuhls

Betreute Projekte:

Betreuer Technische Universität München:

Prof. Dr. Klaus Bengler

Lehrstuhl für Ergonomie

Fakultät für Maschinenwesen

Technische Universität München

 

Professor Benglers Forschung ist auf den Bereich der sogenannten "micro ergonomics" zu Fragen der Mensch-Maschine-Interaktion fokussiert, insbesondere den Bereich der Fahrerassistenz, der Softwareergonomie und der Kooperation zwischen Mensch und Roboter. Er untersucht beispielsweise den Einfluss von Zusatzaufgaben auf die Fahrleistung und die Gestaltung des Fahrerarbeitsplatzes für das Fahrzeug der Zukunft unter Aspekten des demografischen Wandels. Seine Forschung schließt dabei sowohl anthropometrische als auch kognitive Fragestellungen ein.

Betreute Projekte:

Corinna Seidler

Corinna Seidler

Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

Koordination des Verbundkollegs Mobilität und Verkehr

Treten Sie mit uns in Kontakt. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen zum Verbundkolleg Mobilität und Verkehr.

Judith Demharter

Judith Demharter

Technische Hochschule Ingolstadt
Esplanade 10
85049 Ingolstadt

Telefon: +49 841 93483789
mobilitaet-verkehr.vk@baywiss.de